Projekte

Ausgangssituation:

Der Sattelanhänger ist das europäische Standard-Transportmittel Nummer 1. Ursprünglich wurde der Sattelanhänger für die Straße gebaut und konzipiert. Durch die erhöhten Herausforderungen im Straßengütertransport (Fahrermangel, Staus …) und den steigenden Anforderungen an den Umweltschutz muss der Transportunternehmer / Spediteur zukünftig nach neuen Alternativen suchen. Eine Alternative stellt dabei der Transport des Sattelanhängers auf der Schiene, dem sogenannten Intermodaltransport, dar. Jedoch ist der Sattelanhänger im Intermodaltransport höheren Anforderungen (Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h auch entgegen der Fahrtrichtung, Kompatibilität zwischen Sattelanhänger und Taschenwagen, Lichtraumprofilhöhe) ausgesetzt als vergleichsweise auf der Straße. Mit dem Projekt „Future Trailer for road and rail“ wurden bereits in einem 15-Punkte-Plan Maßnahmen für einen bahntauglichen Sattelanhänger für den Einsatz auf Straße und Schiene entwickelt.

Auf Basis dieser gewonnenen Erkenntnisse wurden in dem Projekt „Future Tarpaulin“ (gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr) Ansätze für eine neue, innovative und standardisierte Sattelanhänger-Plane identifiziert, die zum einen die Anforderungen des Straßengütertransports (Bedienbarkeit & Handling im Be- und Entladeprozess, Ladungssicherung, Diebstahlschutz usw.) und zum anderen die Anforderungen im Intermodaltransport (Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h, Festigkeiten gegen sog. Planenflattern, Materialbeschaffenheit gegen Funkenflüge, Sogwirkungen, usw.) berücksichtigt.

Die Anforderungen an Sattelauflieger mit Planenaufbau steigen stetig.

Bei der Analyse der Störungen im begleiteten und unbegleiteten Schienengüterverkehr wurde festgestellt, dass im täglichen Betrieb Schäden an Planen von Sattelaufliegern die häufigste Ursache dafür sind, dass Züge ungeplant angehalten werden müssen. Außerdem besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko wegen schadhafter Planen für Personen an den Bahnsteigen und die Gefahr der Beschädigung von Oberleitungen. Bei der Rollenden Landstraße (RoLa) versucht man durch aufwendiges Gurten die Planen zu sichern, was mit hohem Zeitaufwand und Kosten verbunden ist. Mit wachsender Kriminalität erhöhen sich auch diesbezüglich die Anforderungen an die Plane (Schnittfestigkeit, integrierte Alarmvorrichtung).

Projektziel & Ergebnisse:

Ziel des Projekts „Future Tarpaulin“ war es, durch innovative und standardisierte Ansätze ein neues, innovatives Planen-Produkt mit verbesserten Eigenschaften für den Straßen- und Bahntransport zu identifizieren.

Im Rahmen von Befragungen und Analyse von zur Verfügung gestellten Daten konnten Schwachstellen identifiziert und Ansatzpunkte zur Optimierung definiert werden.

    Projektleitung:

    • LKZ Prien GmbH

    Unterstützt wurde das Projekt von namhaften Vertretern aus der Wirtschaft:

    • TX Logistik AG
    • Künz GmbH
    • Fliegl Fahrzeugbau GmbH
    • Kögel Trailer GmbH & Co. KG
    • Fahrzeugwerk Bernhard Krone GmbH & Co. KG
    • Schmitz Cargobull AG
    • VTG Rail Europe GmbH
    • OSKAR SCHUNCK GmbH & Co. KG

    Projektzeitraum:

    Januar 2020 - Dezember 2020

    Gefördert durch:

    Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

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