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In der Fachhochschule fand diesmal der Rosenheimer Notfalltag statt. Foto Reisner
In der Fachhochschule fand diesmal der Rosenheimer Notfalltag statt. Foto Reisner
In der Fachhochschule fand diesmal der Rosenheimer Notfalltag statt. Foto Reisner
Chiemgau Zeitung 14.11.2007  
"Beste Ausrüstung für Helfer"
Zweiter Rosenheimer Notfalltag in der FH - Zusammenarbeit mit Tirol im Vordergrund
Gut, dass es Leute gibt, die wachen wenn wir schlafen.
Auf diese Weise würdigte stellvertretender Landrat Lorenz Kollmannsberger die Arbeit von Feuerwehr, Rettungs- und Hilfsdiensten beim zweiten Rosenheimer Notfalltag, der unter der Leitung des Leiters der Leitstelle Roland Stein und Karl Fischer, dem Chef des Priener Logistik-Kompetenz-Zentrums, diesmal in der Fachhochschule Rosenheim stattfand.Bei der Ausrüstung sei, sagte Kollmannsberger, das Beste gerade gut genug. Statt zu lamentieren, wie es nicht gehe, sollte man sein Augenmerk auch bei grenzüberschreitenden Einsätzen darauf richten, dass alle Hindernisse beseitigt werden. Das beginne bereits bei der Ausrüstung im Einsatzfahrzeug. Während hierzulande sonst alles bis ins Detail geregelt sei, befremde es, dass die «Profis der Nächstenliebe» umständlich in Karten den Notfallpatienten suchen müssten, statt dass man die Fahrzeuge mit Navigationsgeräten ausstatte.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung, an der auch quer durch alle Hilfsdienste aus dem Bereich Rettungsdienst und Feuerwehr und THW ebenso Teilnehmer aus Tirol vertreten waren, stand neben einer Reihe an medizinischen Fachvorträgen erneut die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Österreich und Bayern. So freute sich nicht nur Rosenheims Bürgermeister Anton Heindl über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Sie sei unverzichtbar um beim Ernstfall das nötige Rüstzeug zu haben, sagte Heindl.
In diesen Sinn äußerte sich auch der Tiroler Bezirkshauptmann, Dr. Dieter Schennach, der über das Busunglück in Reutte berichtete. Er bemängelte, dass das Thema Notfallversorgung in der Öffentlichkeit nicht gebührend präsent sei.
Speziell auf Thema «Medizin und Technik beim Verkehrsunfall» eingehend, verwies Dr. Michael Riffelmacher auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit und Disziplin aller am Unfall eingesetzten Helfer. Durch gezielte Trainingseinheiten sollte der Ablauf noch intensiver geübt werden. Dies sei notwendig um den Patienten zeitnah versorgen und in die Klinik bringen zu können.
Zum Thema Kindernotfälle sprach Dr. Paul Schmidmayr. Diese Einsätze seien für alle Beteiligten besonders emotional und belastend. Die Kinder seien keine kleinen Erwachsenen. Ihre Psyche sei ganz anders. Gerade bei Kindern sei es wichtig, schnell Hilfe zu leisten.
Zum Thema Schlaganfall referierte Prof. Dr. Johannes Bufler von der Inn-Salzach-Klinik in Wasserburg. Deutschlandweit seien jährlich rund 200000 Fälle zu behandeln, viele seien in der Folge von schwerer Behinderung betroffen. Rund 50000 davon endeten tödlich. Er rief dazu auf, das Thema ernster zu nehmen. Eine echte Chance, einen Schlaganfall zu überleben oder nicht gleich schwer behindert zu bleiben, habe nur der, der bei den ersten Anzeichen schnellstens den Spezialisten aufsuche.
Der Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung der Stadt Rosenheim gab einen Überblick über den Bau der neuen Integrierten Leitstelle. Er zeigte sich zuversichtlich, den vorgegebenen Zeitrahmen einhalten zu können. Einen Schritt weiter ist bereits die neue Integrierte Leitstelle in Innsbruck, die Ingenieur Gernot Vergeiner vorstellte. In der neuen Leitstelle würden nicht nur Feuerwehr und Rettungsdienst koordiniert ebenso erhalte die Hubschrauberstaffel von hier aus ihre Einsatzbefehle. Zudem werde von hier aus die gesamte Tunnelüberwachung Tirols durchgeführt.
Einer der Höhepunkte beim Notfalltag war der Abschluss des EU-Projekts «Patienten-Transport-Logistik» (PTL) des Priener Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ). jre



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