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Rettungswagen zur Großübung
Rettungswagen zur Großübung
Rettungswagen zur Großübung
Rettungswagen zur Großübung
02.06.2007  
Großübung "Grenzenlos PTL 2007"
Pressemitteilung
Ebbs, 02. Juni 2007 – Erstmals haben Rettungskräfte aus Bayern und Tirol in einer spektakulären Großübung einen grenzüberschreitenden koordinierten Einsatz  simuliert. 230 Teilnehmer von Rettungsdiensten, Feuerwehren, Wasserwacht, Hundestaffeln und Rettungshubschraubern aus beiden Ländern waren bei der Großübung auf dem Inn zwischen Kiefersfelden in Bayern und Ebbs in Tirol dabei.  Ausgangslage für die Übung war eine Explosion auf einem Passagierschiff auf dem Inn. Die Übung war Teil des EU-Projekts „Patiententransport-Logistik“ des Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) in Prien am Chiemsee. „Ziel des Projekts ist es, den grenzüberschreitenden Rettungsdienst effektiver zu machen und technische und organisatorische Hindernisse zu beseitigen“, erläuterte der Geschäftsführer des LKZ Karl Fischer. So funktioniert beispielsweise der Funkverkehr zwischen Bayern und Tirol nicht, es gibt unterschiedliche Notfallnummern, und der Rettungsdienst ist in beiden Ländern unterschiedlich organisiert.  Kerngebiet des Projekts sind Stadt und Landkreis Rosenheim, der Landkreis Miesbach und das Land Tirol.
Das Drehbuch für die Großübung erarbeitete das LKZ mit der Landeswarnzentrale Tirol und der Rettungsleitstelle Rosenheim. Die Übungsleitung übernahm Dr. Herbert Walter von der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz beim Amt der Tiroler Landesregierung. Bei der Großübung auf dem Inn sollte insbesondere die Zusammenarbeit der Rettungsdienste beim Einsatz und die Kommunikation zwischen Einsatzleitung, Ärzten und den unterschiedlichen Rettungsdiensten simuliert werden. Alarmiert wurden nach der Explosion die Integrierte Landesleitstelle in Tirol und die Rettungsleitstelle in Rosenheim. Die Einsatzleitung für die Übung wurde auf dem Gelände der „Hödnerhof Blumenwelt“ in Ebbs in Tirol eingerichtet.
Da der Funkverkehr zwischen den Rettungskräften in Bayern und Tirol nicht funktioniert, kam erstmals eine internetgestützte Datenplattform zum Einsatz, die von den Fachleuten des LKZ entwickelt wurde. Auf einem Laptop wurde ein so genanntes „Einsatztagebuch“ installiert, auf das die Führungsebenen der Rettungsdienste aus beiden Ländern Zugriff haben. Darin können autorisierte Rettungskräfte den Stand des Einsatzes jederzeit nachverfolgen. So wird darin festgehalten, wo die Einsatzfahrzeuge sind, ob Hubschrauber verfügbar sind, und in welche Krankenhäuser die Patienten eingeliefert wurden.
Den Ablauf der gesamten Übung hielten Beobachter aus beiden Ländern detailliert fest. Besonderes Augenmerk legten sie unter anderem darauf, wie die Absprachen und die Kommunikation zwischen den Leitstellen funktionierten, welche Organisationsstruktur vor Ort aufgebaut wurde, und ob die Übergabe zwischen den Rettungsdiensten (zum Beispiel von Wasser zum Land) reibungslos verlief.
Das LKZ wird jedes Detail aus dieser Großübung auswerten und in die weitere Arbeit des EU-Projekts Patiententransport-Logistik einfließen lassen. So wird nach der Übung beispielsweise kontrolliert, wie die Abrechnung des Einsatzes und der Versorgung von Verletzten in den Krankenhäusern funktioniert hat. Für LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer ist das Projekt PTL ein großer Meilenstein auf dem Weg zu einem reibungslosen grenzüberschreitenden Rettungsdienst. „Durch den Einsatz von neu eingeführten Standards können wir durch dieses Projekt auch neue Entwicklungen kurzfristig erproben. Unser neu entwickeltes Einsatztagebuch im Intranet der Rettungsdienste könnte zu einer erheblichen Verbesserung in der gesamten Notfallrettung führen.“  Fischer hofft, dass sich die Erkenntnisse aus diesem Projekt künftig auch auf größere Gebiete übertragen lassen. 
Hinweis: Weitere Details finden Sie im Drehbuch zur Großübung.



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