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| Artikel vom 26.07.2006, Salzburger Nachrichten |
Bayern-Österreich: Kein WM-Match, sondern ein wirtschaftlicher Gewinn für beide Seiten, wie der Sommerempfang in München aufs Neue zeigte.
München (SN). "Gute Nachbern, gute Geschäftspartner, gute Freunde. Erfolg gilt es zu feiern. Das tun wir heute mit großer Freude!" So beschrieb Christoph Leitl, Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, bei seiner Rede das österreichisch-bayerische Verhältnis. Nach erfolgreich zu Ende gegangener Fußballweltmeisterschaft in Deutschland freut sich auch die österreichische Wirtschaft über den dritten Platz für Deutschland. Denn in einer Königsdisziplin zu den Besten der Welt zu gehören, gibt Mut und Kraft auch für die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen eines Landes, das in diesem Fall auch Österreichs weitaus wichtiger Handspartner ist. Frei nach dem Motto "Geht's Deutschland gut, geht's auch den Österreicher gut". Noch viel mehr gilt das für die österreichisch-bayerischen Beziehungen, die für beide Seiten gleichsam ein "Heimspiele" bedeuten. Bayern ist nach Gesamt-Deutschland Österreichs wichtigster Exportmarkt und auch Österreich stellt Bayerns größtes Lieferland noch vor den USA dar. Im Vorjahr erreichte Österreich ein gemeinsames Außenhandelsvolumen von über 20 Milliarden Euro mit rund zehnprozentigem Export- bzw. Importwaschtum. Das entspricht einer rund doppelt so hohen Steigerung wie beim deutsch-österreichischen Außenhandel im Jahr 2005. Dies sind Zeichen für das enorme Vertrauen der bayerischen Unternehmen in österreichische Qualität und umgekehrt. Die Wirtschaft ist bei der Entwicklung erfolgreicher Zukunftsstrategien für Österreich stark gefordert. "Alle Eckpunkte für einen künftigen Erfolg liegen in unserer Verantwortung. Die Wirtschaftskammern sind maßgeblich Mitgestalter in der Republik für unser Land und werden daher notwendige , küftige Rahmenbedingungen im Dialog mit Regierung und den anderen Sozialpartnern formulieren", zeigt sich Christoph Leitl tatenfreudig und optimistisch. Dies betrifft auch sein Engagement auf EU-Ebene, wo er als Präsident der europäischen Wirtschaftskammern erfolgreich für Klein- und Mittelbetriebe lobbyierte und im Vorjahr Präsident der SME-Union wurde. Der Kern der Zukunftsstrategie Österreich ist die Innovation in Wirtschaft und Verwaltung. Da hat Österreich günstige Voraussetzungen für Unternehmen geschaffen und als Investitionsstandort viel zu bieten: 1. im steuerlichen Bereich, 2. in der Förderung der betrieblichen Forschung und Entwicklung und 3. in der Ausbildung qualifizierter Wissenschaftler und Techniker. Ensprechend liegen die Forschungsausgaben heuer 33,2 Prozent über dem Niveau von 2002 und die Wirtschaft hat ihre Ausgaben für Forschung Entwiclung (F&E) seit 1998 kontinuierlich um jährlich durchschnittliche 9,2 Prozent gesteigert. Viele deutsche und internationale Unternehmen lassen in Österreich forschen und entwickeln, u.a. auch weil der Kontakt von Wissenschaft und Wirtschaft recht unkompliziert läuft. Vor diesem Hintergrund und den bekannten Stärken Bayern haben Wirtschaftsminister Erwin Huber und Präsident Leitl eine engere Kooperation im Bereich F&E zwischen Österreich und Bayern vereinbart. Leitl betont, dass sowohl für Österreich als auch Bayern gelte, dass "wir im globalen Wettbewerb und gegenüber Billiglohnländern nur mit Qualität, Qualifikation und Innovation punkten können. Forschung und Entwicklung sind daher der Schlüssel zum Erfolg in Bayern, Österreich, ja ganz Europa."
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