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Nach der Gesellschafterversammlung: der Notar besiegelt die Änderungen beim LKZ. Von links nach rechts: LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer, der Priener Bürgermeister Christian Fichtl, Notar Dr. Friedrich Anton von Daumiller, Rosenheimer Landrat Dr. Max Gimple und Dr. Manfred Rothkopf von der IHK München und Oberbayern.
Pressemitteilung 18.11.05 Gesellschafterversammlung  
Mit mehr Eigenkapital und neuer Struktur in die Zukunft
Gesellschafter stellen  Weichen für das Priener Logistik-Kompetenz-Zentrum


Das Logistik-Kompetenz-Zentrum in Prien (LKZ) hat die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Die Gesellschafterversammlung setzte  am vergangenen Wochenende die Beschlüsse des Kreistages des Landkreises Rosenheim und der Marktgemeinde Prien mit einer Kapitalerhöhung auf 602.600 Euro um. Außerdem wurde in die Satzung  die „Erstellung von logistischen Konzepten mit internationaler Ausrichtung“ auch offiziell als Gegenstand des Unternehmens eingefügt. „Damit hat die Gesellschafterversammlung die Entwicklung von der Betreibergesellschaft zu Projektgesellschaft auch in der Satzung zusätzlich unterstrichen.“, freute sich LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer. Denn Europa ist der größte Kunde – 60 Prozent des Umsatzes erzielt das Kompetenz-Zentrum mit Projekten im Ausland. Das größte davon ist zur Zeit  „Alpine Freight Railway“, an dem 17 Partner aus den Alpenländern teilnehmen. Das Projekt zeigt die ersten Erfolge. Auf der Tauernachse zwischen Salzburg, Villach und den Mittelmeerhäfen in Triest und Koper konnten bereits 55.000 LKW pro Jahr auf die Schiene verlagert werden. „Wir bauen keine Gleise und keine Häfen, sondern entwickeln Konzepte über die gesamte logistische Kette“, erläutert der Geschäftsführer. Die Projekte beschränken sich dabei nicht nur auf den Verkehr.

Auch der Tourismus oder das Gesundheitswesen beschäftigen die Fachleute im LKZ. Im Projekt „Patienten-Transportort-Logisitik (PTL) werden im Auftrag der europäischen Union, dem Land Tirol und Bayern und dem Rettungszweckverband Rosenheim Optimierungen im Rettungsdienst erarbeitet.

„Wir sind eine Ideenschmiede für neue Logistik-Konzepte. Wir entwerfen, steuern und koordinieren und bringen alle Beteiligten an einen Tisch.“, betont Geschäftsführer Fischer. Zwölf Firmen arbeiten im Logistik-Kompetenz-Zentrum in acht Kompetenzfeldern. Logistiker, Software-Experten, Bahnfachleute  und Wissenschaftler des Fraunhofer-Institutes für Materialfluss bilden ein Netzwerk, in dem fachübergreifend  Lösungen erarbeitet werden. Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit der Fachhochschule in Rosenheim und mit weiteren virtuellen Partnern. Träger des LKZ sind die Marktgemeinde Prien und der Landkreis Rosenheim und die IHK München/Oberbayern. „Auf die zunehmende  internationale Ausrichtung und das kontrollierte Wachstum mussten wir jetzt reagieren.“, berichtet Fischer.  Mit der Kapitalerhöhung soll zum einen die Zinslast für das Darlehen gesenkt werden, das für den Bau des LKZ nötig gewesen war. Zum anderen musste die Eigenkapitalquote erhöht werden, um weitere Aufträge an Land zu ziehen. In der Vergangenheit hatte das LKZ wegen der geringen Eigenkapitalausstattung einige Aufträge nicht erhalten.

Eine weitere Folge der Entwicklung war auch eine Namensänderung. Aus dem „Betreibergesellschaft Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) Prien am Chiemsee mbh“ wurde jetzt kurz und bündig  „LKZ Prien GmbH“.  Mit diesen Beschlüssen der Gesellschafterversammlung, so Fischer, könne das LKZ jetzt gestärkt an neue Aufgaben herangehen. 


Weitere Infos unter: www.lkzprien.de

Foto: Nach der Gesellschafterversammlung: der Notar besiegelt die Änderungen beim LKZ. Von links nach rechts: LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer, der Priener Bürgermeister Christian Fichtl, Notar Dr. Friedrich Anton von Daumiller, Rosenheimer Landrat Dr. Max Gimple und Dr. Manfred Rothkopf von der IHK München und Oberbayern. 
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