Letzte Aktualisierung: 07-07-2006   Seite Bookmarken
 
 
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Arbeitspakete
AP 100 Projektdefinition und Projektmanagement

Im ersten Schritt werden im Rahmen eines Workshops die bereits definierten Umfänge überprüft und weiter detailliert. Dabei ist insbesondere ein Abgleich zwischen der bayerischen und tirolischen Seite notwendig.
Zusätzlich werden Arbeitsgruppen mit Vertretern aus allen an der logistischen Kette Beteiligten zusammengestellt.
Aufgrund dieser Basisstruktur wird das komplette Projekt koordiniert (terminlich, inhaltlich, finanziell).

AP 200 Ist-Analyse

Es werden folgende Fälle analysiert und deren Ablauf visualisiert:

  • Notfalltransport mit Ausgangs- und Zielort im bayerischen Bereich
  • Notfalltransport mit Ausgangs- und Zielort im österreichischen Bereich
  • Notfalltransport mit Ausgangs- und Zielort in unterschiedlichen Bereichen
  • Krankentransport mit Ausgangs- und Zielort im bayerischen Bereich
  • Krankentransport mit Ausgangs- und Zielort im österreichischen
  • BereichKrankentransport mit Ausgangs- und Zielort in unterschiedlichen Bereiche

Dabei werden folgende Komponenten berücksichtigt:

  • Der Ablauf (Patiententransport)
  • Informationsmanagement
    - Aktualität der Daten
    - Informationsfluss
    - Derzeit verwendete Technologien
    - Verfahren der Kostenabrechnung

Die Ist-Analyse wird mit den beteiligten Gruppen erarbeitet und abgestimmt.

Es sind dies:

  • Notärzte
  • Chefärzte u. Verwaltungsleiter der Krankenhäuser/Kliniken
  • Rettungsleitstellen bzw. integrierte Leitstellen
  • Durchführende Rettungsdienste
  • ÄLRD (ärztlicher Leiter Rettungsdienst)
  • ZRF (Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung)
  • Feuerwehr
  • Niedergelassene Ärzte
  • Kostenträger

Diese Liste kann sich im Verlauf des Projektes jederzeit erweitern.

Die Visualisierung wird mit Software-Unterstützung durchgeführt um eine transparente Basis für die folgenden Schritte und für alle Beteiligten zur Verfügung zu stellen.


AP 210 Nationale Prozesse

AP 211 Aufzeichnung der Abläufe

  •  „Praxistests“ in Rettungsleitstelle, Krankenhaus, …
  • Einzelinterviews mit den Beteiligten der Kette
  • Dokumentenfluss: welche Dokumente werden erzeugt,Datenfluss, Aktualität der Daten, …
  • Verantwortlichkeiten / Koordination
  • Finanzierung (wer wird wie von wem gefördert)
  • Rechtliche Vorschriften
  • Abrechnung

AP 212 Spezialeinsätze

  • Unterschiede zu „normalen“ Einsätzen (wo sind die Stationen, Schnittstellen, Übergabepunkte, Verantwortlichkeiten, zusätzliche Daten)
  • Einsätze auf Anordnung der Polizei

AP 213 Massenanfall (Großunfall) Verletzte / Erkrankte

  • Ablauf
  • Welche zusätzlichen Szenarien greifen
  • Welche Zusatzdaten müssen beschafft werden?
  • Probleme der Eigendynamik

AP 220 Internationale Prozesse

  • Wie sind sie heute organisiert (wann werden die Einsätze grenzüberschreitend?)
  • Rechtliche Grundlagen
  • Abrechnung
  • Eingesetzte Technik
  • Welche Arten von „Hilfe“ gibt es aus dem Nachbarland (Equipment, Personal, Notärzte)

AP 230 Visualisierung der räumlichen Ist-Situation

Gis System für gesamtes Gebiet mit folgenden Informationen:

  • Krankenhäuser im Untersuchungsgebiet
    - Anzahl der Betten
    - Abteilungen
    - Anzahl Intensivbetten
    - „Öffnungszeiten“
    - Ansprechpartner
    - Verantwortlicher
  • Rettungswachen im Untersuchungsgebiet
  • Krankenhäuser und Rettungswachen, die außerhalb angefahren werden
  • Hubschrauber-Standorte
  • Simulation der Fahrtstreckenanalysen (auf RD spezialisiert)
  • Bergrettung
  • Wasserrettung
  • Sondereinsatzkräfte (z. B. Höhlenrettung)
  • Feuerwehren
  • Standorte Notärzte
  • Alten- und Pflegeheime
  • First Responder Standorte
  • Polizeidirektion Rosenheim
  • Landespolizeikommando Tirol


AP 300 SWOT Analyse


In der SWOT Analyse werden die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ermittelt und dargestellt (SWOT = Strengths, Weakness, Opportunities, Threats).
 
Wichtig hierbei ist, dass alle beteiligten Gruppen an dieser Analyse mitarbeiten um den Gesamtprozess und damit das Endergebnis zu optimieren. Nur so können Schnittstellenprobleme minimiert werden. In diesem Schritt wird auch die Tatsache positiv genutzt, dass die bayerischen und tirolischen Abläufe unterschiedlich sind. Ein Erfahrungsaustausch in dieser Phase des Projektes ist ein zentraler Punkt. 

AP 310 Nationale Prozesse

  • Analyse der gesamten Prozesskette aus nationaler Sicht
  • Vergleich mit den Abläufen des jeweiligen Projektpartners (best practice)
  • Abstimmung der SWOT Ergebnisse mit den beteiligten Experten
  • Maßnahmenkatalog für nationale Prozesse

AP 320 Internationale Prozesse

  • Analyse der länderübergreifenden Prozesskette
  • SWOT Analyse mit Fokus auf Synergieeffekte aus der best practice Analyse
  • Abstimmung der SWOT Ergebnisse mit den beteiligten Experten


AP 400 Systemkonzeption


Die in AP 300 erarbeiteten Vorschläge werden in ein Gesamtkonzept integriert und mit einem entsprechenden Maßnahmenkatalog hinterlegt.
Hier werden auch Empfehlungen erarbeitet, die für den Aufbau der integrierten Leitstellen wichtig sind.
Der Einsatz von neuen Technologien ist ein wichtiger Faktor für ein zukunftssicheres Konzept. Insbesondere die Verwendung des neuen Satelliten-Navigations-Systems Galileo und die Einführung des digitalen BOS Funks (BOS = Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) sind die Basis für ein optimales und zukunftsfähiges Innovationskonzept.


AP 500 Pilotphase


In der Pilotphase werden die erarbeiteten Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt und auf deren Effektivität überprüft. Die Ergebnisse der Pilotphase werden mit allen Beteiligten analysiert.


AP 600 Notwendige Maßnahmen zur systemweiten Einführung

Nach der Analyse der Pilotphase wird der Maßnahmenkatalog von der Systemkonzeption um die Aktionen ergänzt, die für eine systemweite Einführung notwendig sind. Erweitert sich hier der Kreis der Verantwortlichkeiten, so werden diese Gruppen rechtzeitig in das Projekt eingeführt. Im Rahmen eines Workshops werden die Maßnahmen und die Umsetzung erörtert.

AP 700 Übertragbarkeit

Wie in der Einleitung beschrieben, hat dieses Projekt den Ausgangspunkt in den sich ändernden Rahmenbedingungen, die EU weit eingeführt werden. Zusätzlich wird im Technologiebereich auf EU Standards wie z.B. das Satelliten-Navigationssystem Galileo gesetzt. Deshalb ist das Projekt ein ideales Pilotprojekt für das europaweite Rettungswesen.
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